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Die Samen werden vorteilhaft für 24 Std. in kaltem Kamillentee eingelegt um sie vorquellen zu lassen und keimfrei zu bekommen.
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Beste Zeit um zu setzen ist Ende Januar bis Ende Februar (je nach Sorte), idealerweise bei zunehmendem Mond.
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Die Samen werden ca. 5mm tief in ein Gemisch aus ¾ Aussaaterde und ¼ Perlit gesetzt. Entweder direkt in 9cm. Töpfchen oder in beheizbaren Kleinstgewächshäuser bezw. Anzuchtschalen.
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Je höher die Temperatur je schneller keimen die Samen. Ideal wäre 28-30 C°
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Sind die Pflänzchen gekeimt, brauchen sie einen Platz am Südfenster, (je heller je besser). Ev. ist mit UV-Pflanzenlicht zu unterstützen bis die Tage länger und heller werden. (Osram Flora). Bekommen die Pflanzen zu wenig Licht, schiessen sie lang und dünn hoch und entwickeln kaum Blattwerk. Ich empfehle ausserdem dringend bei den Jungpflanzen genügend "Gelbfallen" aufzustellen um die Fruchtfliegen zu bekämpfen, welche ihre Eier in der Erde ablegen und die daraus entstandenen Maden die Jungpflanze schädigen können.
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Wird der Platz zu Eng, bezw. Läuft das Giesswasser oben rein und unten gleich wieder raus, ist umtopfen angesagt, entweder nochmals in eine Zwischengrösse oder in die Endgrösse des Topfes, mit idealerweise 24-30cm Durchmesser. (>2 Jahr - Pflanzen bis 50cm Durchmesser)
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Den Boden des Topfes bedecke ich mit 3-5cm Blähton als Drainage gegen stehendes Wasser, da Chilis zwar feucht brauchen, aber keine „Nassen Füsse“ mögen.
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Ob dem Blähton wieder das bewährte Erde/Perlit - Gemisch, aber diesmal eine kleine Handvoll Hornspäne als Dünger ins Pflanzloch geben. Ich wähle jeweils hochwertige Erde ohne Torf (Torf macht den Boden zu sauer)
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Die Erste Nachdüngung mit Flüssigtomatendünger gebe ich nach ca. 1 Monat, und dann alle Monate wieder. Super sind auch die Dünger-Sticks um in die Erde zu stecken, die reichen dann für drei Monate. Bekommen die Pflanzen hellgelbe Blätter, ist dies meist auf Nährstoffmangel zurückzuführen, also ist Düngen notwendig. Entstehen an der Blattunterseite kristalline Ausblühungen, ist die Pflanze meist überdüngt.
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Düngen immer nach dem Motto : Weniger ist mehr ! Läuse mögen weichgedüngte Pflanzen „zum saugen gern“ !
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Gegen Läuse, Ungeziefer, Pilze etc. in Chilitöpfen informieren sie sich am besten im Gartenfachhandel.
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Die Töpfe können den Sommer über am Südfenster belassen werden oder auf den Balkon Terrasse oder Garten, aber bitte möglichst windgeschützt. Regen macht den Pflanzen nichts. Da sie sich nicht mehr an UV Strahlen gewohnt sind, muss man sie langsam an die Sonne gewöhnen, also Anfangs immer nur Stundenweise der Sonne aussetzen, sonst "verbrennen" die Blätter. (Sie werden weiss und fallen ab). Um die volle Schärfe der Chilis zu erlangen ist ein Folien oder Gewächshaus unumgänglich, da sie "Stauwärme" dafür brauchen. Ebenfalls werden die Pflanzen so um einiges grösser und tragen wesentlich mehr Beeren. Im Gartencenter oder Bau und Hobby gibt es geeignete Tomatenzelte bereits ab Sfr.40.- zu kaufen, die lassen sich auch prima auf Balkon und Terrasse verwenden und die Pflanzen sind gleichzeitig vor zuviel Regen, Hagel und Sturm geschützt. Die Temp. Darf so aber nie über 50C* steigen, das wäre zuviel des guten. Also immer schön die Temperatur kontrollieren !
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Bleiben die Pflanzen in der Wohnung muss man selbst „Bienchen“ spielen und sie ab und zu etwas schütteln, rein-pusten oder mit einem Pinselchen nachhelfen, sobald sie blühen.
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Im Herbst wieder rein in die Wohnung an einen hellen Platz, und ernten bis ca. Ende Dezember. Den Winter über kein Dünger mehr geben.
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Ich würde nicht empfehlen die Pflanzen zurückzuschneiden, oder nur ein absolutes Minimum, da an den Schnittstellen häufig Pilze eindringen und die Pflanze zugrunderichten.
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Es lassen sich alle Sorten problemlos Überwintern ! Die einen Pflanzen bei uns haben eine Länge von bis zu 4 Meter erreicht!! Capsicum Chinense sind natürlich etwas heikler, und bekommen in den Wintermonaten meist etwas verfärbte Blätter oder lassen viele fallen. Sieht nicht besonders schön aus, aber es macht der Pflanze nichts. Wenn die Tage wieder länger werden, treiben die Pflanzen frische Triebe aus, das ist dann der geeignete Zeitpunkt um sie in grössere Töpfe zu setzen und zu düngen. Überwinterte Pflanzen geben so ab Juni bereits wieder vollen Ertrag.
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Setzt man die Pflanzen im Mai in den Garten, kann man sie ANFANGS September ausgraben und eintopfen, sie verlieren zwar einiges an Blattwerk, die Früchte reifen in der Wohnung aber super nach und es kann wiederum bis im Winter geerntet werden. Wir machen bei uns meistens eine zweite Aussaat Anfangs Juli, dann braucht man nicht zu heizen. Die Pflanzen lassen wir in 15cm Töpfen (je nach Sorte werden sie ca. 30cm hoch) und überwintern sie so in der Wohnung. Der Ertrag im nächsten Jahr kommt dementsprechend früher.
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Normalerweise sind Chilipflanzen nach spätestens 3-4 Jahren altersschwach und produzieren praktisch keine Früchte mehr.
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Die Chilis sind erstaunlich Robust, und treiben auch wenn nur noch ein Stengel steht früher oder später wieder aus. Also nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen, wenns mal schiefgeht.